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16. Dezember 2024 von netzmeister Beitrag kommentieren

Eindrücke vom Eggerhorn


Dass die AKV Burgundia 1865 gegründet wurde, weiss jeder. Jeder zumindest dem es vergönnt war im tollsten Fuxenstall nördlich der Antarktis gesessen zu haben.

1995, 130 Jahre später, wurde ein neues Kreuz auf dem Eggerhorn unter dem Patronat der AKV Burgundia errichtet. Die Inschrift auf dem Querbalken des Kreuzes ist auch heute noch bestens zu lesen: Pro Deo et Patria B! 1865-1995.

Vor dem Kreuz steht ein Holzaltar, auf dem ebenfalls eine Inschrift zu finden ist: Eggerhorn Kreuzweihe 08.09.1996 Kardinal H. Schwery.

Seither folgten (fast) alle 2 Jahre eine Kreuzmesse auf dem Eggerhorn. Ein Gottesdienst fand dieses Jahr nicht statt. Davor wurde die Gipfelmesse jeweils von einem Kardinal, Bischof oder gar einem Papst gelesen. Letzterer war sogar mehr als einmal oben – nur reden wir hier von Hochwürden Paul Martone v/o Bapst.

Dieses Jahr waren sowohl Vitus der lokale Pfarrer von Ernen, Paul Martone v/o Bapst und auch der Bischof bereits verpflichtet, als ich sie vor 9 Monaten angefragt habe. Selbst Papst Franziskus hat leider abgesagt. So wurden ein paar tiefgreifende, besinnliche ja gar fantastische Worte vom Eggerhorn-X beim Gipfelkreuz vorgetragen.

Aber beginnen wir unten im Tal. Am Vortag trafen rund ein duzend Burgunder im Wallis ein. Ohne auf den kategorischen Aperitiv zu verzichten, wanderten wir über die Hängebrücke bei Fürgangen nach Ernen und durch den Wald hoch zur Chäserstatt, einer Alpe mit ein paar Walliserchalets und eben der Chäserstatt: Es ist die umgebaute Bergstation des alten Ernergalen-Seilbähnchens, dass das Skigebiet Ernergalen erschloss, welches es schon lange nicht mehr gibt. Heute ist es ein charmantes Berghotel mit hausinterner Bierbrauerei, feiner Küche und Wellnessangebot. Letzteres haben wir zugunsten ersterem verpasst, wie es ja auch nicht anders zu erwarten war.

Am Folgetag starten die Burgunder von der Chäserstatt ins Rappental bis Z Mübach und von dort aus hinauf auf den Gipfel des Eggerhorns – oder wer mit Kind oder Kater unterwegs war, dem Höhenweg auf der anderen Talseite folgend direkt zur Alpe Fried. Wie passend doch genau ein Burgunderlied über des Tales Grund erschallt, von den gegenüberliegenden Talseiten her im Widersang.

Beide Gruppen fanden sich letztlich auf der Alpe Fried ein. Der Weg vom Gipfelkreuz zur Alpe über die Nordflanke ist offiziell gesperrt, da der Weg durch das Wetter völlig ausgewaschen ist – aber die jungen Burgunder und Burgunderdame meisterten das unwegsame Gelände vortrefflich. Auf der Alpe Fried sponserte der Regionalverband den Aperitiv und die Gerstensuppe am offenen Feuer. Von der Alpe Fried bis nach Ernen war es noch ein ganzes Stück zu laufen – einfacher gings mit dem «360° openview» Berg-Taxi!

Rubrik: AHAH, Aktivitas, Regionen

2. Oktober 2024 von netzmeister Beitrag kommentieren

Semesterchronik Herbst 2024

Ebenso schnell wie das 319. Farbensemester begonnen hat, geht dieses nun bereits wieder zu Ende. In der Zwischenzeit konnten wir den Semesterabschluss im Restaurant Wein & Sein mit dem traditionellen Schlusskommers feiern.

Und auch in den Semesterferien waren wir nicht untätig; so bekam unser jüngster Fuchse nach einer unterhaltsamen Taufe endlich seinen Burgunder-Vulgo: Lang lebe Sean Müntener v/o Chlemm!

Mittlerweile steigt die Vorfreude auf das Zentralfest in Murten, welches zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Chronik leider bereits wieder der Vergangenheit angehören wird. Doch es wird wie immer und traditionellerweise am Freitag um 16 Uhr mit dem Einmarsch der «Wandernieren» eröffnet worden sein. An dieser Stelle ein grosser Dank an Schibli v/o Diskus, welcher in der vorletzten Ausgabe der CIVITAS (Nr. 2/2023–2024, S. 19–25) einen wunderbaren Einblick in die Eigenheiten der «Wandernieren» gegeben hat.

Derweil steht bereits wieder das neue Semester vor der Tür, welches für uns vor allem mit Anlässen für Neuinteressenten beginnen wird. So werden wir am Tag des Studienbeginns, am 13. September, an vielen Fakultäten anwesend sein und zu unseren Info-Anlässen am 25. und 26. September einladen.

Dementsprechend wünscht die Burgundia einen guten Semesterstart an der Uni ebenso wie an den Verbindungsanlässen.


Pro Deo et Patria!

Severin Knüsel v/o Acker

Rubrik: Aktivitas

1. September 2024 von netzmeister Beitrag kommentieren

Aus den Regionen (September 2024)

Von der Südfront

Sommeranlass der ennetbirgischen SWR / Block - Stammtisch – Corona

Alle Jahre wieder treffen sich am letzten Donnerstag des Monats Juli die unentwegten Mitglieder der südalpinen couleurstudentischen Diaspora zusammen mit einigen zugewandten Orten aus der Svizzera interna zum traditionellen Sommerausflug, einem Anlass, der ursprünglich vom einstigen Vorsitzenden Andrea «Joggi» Rauch Ut! et Rhen! als sogenannter «Gebirgsstamm» ins Leben gerufen worden war, der aber im Verlauf der Jahre immer mehr in flachere Regionen abgedriftet ist.

Ausflug ins südliche Misox

So war es auch diesmal: angesagt war ein Ausflug in den südlichsten Teil des Kantons Graubünden, die «Bassa Mesolcina», hart an der Grenze zum Kanton Tessin. Und für einmal wurde mit einer für Couleurstudenten eher unüblichen Reihenfolge gestartet: statt des obligaten Frühschoppen-Bieres wurde uns zum Einstieg ein köstlicher «Merlot Bianco della Mesolcina» kredenzt.

Weinprobe im Rebgut Niscioo

Diese ungewohnte «Stoff-Umkehr» hatte natürlich ihren Grund: die insgesamt 16 Teilnehmer aus verschiedenen traditionellen Verbindungen waren zu einem studentischen «Weinseminar» zu Gast im gediegenen Rebgut Niscioo in S. Vittore, das von dipl. Ing. Oenol. Ettore Müller gehegt und gepflegt wird, dem Sohn von Andreas Müller-Storni v/o Schliff Alemanniae Frbg. und seiner Gemahlin Paula v/o Primula, Reziae Frbg.; Schliff und Primula waren es denn auch, die uns eingeladen hatten und uns in ihrem Rustico unter einer traubenbehangenen Pergola herzlich empfingen und am mächtigen Granittisch frugal bewirteten.

Sohn Ettore Müller erzählte uns begleitend zu den Kostproben seiner Weine manch Interessantes über den Misoxer und Tessiner Rebbau von einst und jetzt: Wo früher meist bäuerliche Produzenten nebenbei zur übrigen Landwirtschaft Reben anbauten und deren Ertrag oft für den Eigenbedarf (für Mensch und Tier!) oder den lokalen Verkauf verwendeten, hat sich aufgrund der gestiegenen Qualitätsansprüche seitens der Käuferschaft in der letzten Dekade die professionelle Bewirtschaftung der verbliebenen Reblagen und der fachtechnisch begleitete Ausbau der Weine durchgesetzt, was deren Qualität deutlich angehoben hat. Dennoch bleiben die Produkte des Weinguts Niscioo in der Tradition verankert, was nicht zuletzt auch in der Beschriftung auf den Etiketten zum Ausdruck kommt, welche in einem herzhaften Misoxer Dialekt gehalten ist.

Auf den weissen folgte ein roter Merlot, dann eine rote Assemblage und als Krönung das Flaggschiff des Kellers, ein in Barrique ausgebauter Merlot aus besonders erlesenen Trauben. Dabei erläuterte uns Ettore den wesentlichen Unterschied zwischen einem echten Fass-Barrique und einem im hobelspänebespickten Stahltank-Schnellverfahren ausgebauten Wein, was unter einzelnen «Kennern» in der Runde kurz zu einer angeregten Diskussion führte.

Auf der Etikette des Merlot Barrique ist nebst dem obligaten Bündner Steinbock ein mittelalterlicher Wehrturm von S. Vittore abgebildet, den die Leute hier im Dialekt als «La Tòr» bezeichnen und der dem erlesenen Tropfen auch den Namen verlieh. Allerdings hatte man nicht mit den futterneidischen Franzosen gerechnet: prompt erhoben die Markenschützer eines ähnlich benannten berühmten Chateau-Weines aus dem Bordelais Einspruch, weshalb für künftige Jahrgänge eine Namensänderung erfolgen musste; die ganze Sache erinnert irgendwie an die Groteske um die kleine Waadtländer Gemeinde Champagne, die weiland den Namen ihres Weissweines wegen dessen Ähnlichkeit mit dem französischen Nobelgesöff ebenfalls ändern musste.

Die Moritat beim Grotto Frizzi

Den Wechsel zum Mittagessen ins nebenan liegende Grotto Frizzi leitete unser Vorsitzender
Manfred Walder Rhen! mit der Rekapitulation einer Moritat ein, die sich vor etwas mehr als zwan-
zig Jahren just vor diesem Grotto ereignet hatte und die er in seiner damaligen Stellung beim
Bündner Kantonsgericht im Detail mitbekommen hatte. In dramatischen Worten schilderte er uns,
wie man eines Morgens ein abgestelltes Auto vor dem Grotto vorfand, aus dem ein Fuss herausragte… Nachfolgende Untersuchungen ergaben, dass drei in Lugano tätige italienische Küchenburschen einen dubiosen Devisen- und Falschgeld-Händler in eine Falle gelockt und bestialisch abgestochen hatten. Das blutige Filetiermesser wurde anschliessend bei Arbedo in der Moesa, das mörderische Trio hingegen für mehr als eine Dekade in diversen Gefängissen versenkt. Mittlerweile sind jedoch alle drei wieder auf freiem Fuss und wir hatten uns im Vorfeld des Anlasses überlegt, ob wir nicht den einen oder andern von ihnen als Zeitzeugen und «Special Guest» hätten einladen sollen, haben aber dann wohlweislich darauf verzichtet…

Nach den feinen «assaggini» bei Schliff und Primula gabs nun am langen Steintisch des traditionellen Grottos «ossobuco con risotto», begleitet natürlich von Ettores Merlot im traditionellen «tazzin» und dies selbstverständlich in adäquaten Quanten.

Ausklang bei «Fuhrmannsbieren»

Postauto und Zug brachten die Corona wieder nach Bellinzona zurück, wo der schöne Tag im gediegenen Bahnhofbuffet beim Bier seinen Ausklang fand. Als wir fast alle uns dort am Tisch niedergelassen hatten, bestellte jemand «birra per tutti», was der diensthabende Cameriere in Anbetracht der wackeren Schar offensichtlich trinkfester Semester dahingehend interpretierte, dass er uns umgehend eine Runde «Grosse» auf den Tisch stellte. Dies wurde von unserm Vorsitzenden mit der Maxime quittiert: «Offiziere trinken keine Fuhrmannsbiere!» Für die folgenden Runden
wurden dann wie gewohnt die üblichen Stangen aufgetragen.

Es bleibt die Erinnerung an einen wunderschönen Tag im studentischen Kreise, verbunden mit einem ganz grossen Dank an unsere Gastgeber Schliff, Primula und Ettore!

Ihnen eine Perle ganz speziell!
Jürg Eitel v/o Schmär

Nachstehend für Interessierte die Koordinaten zur Website der Cantina Niscioo:
Merlot Niscioo – Vini e distillati autentici dalla Mesolcina

Region Ostschweiz

Aus dem gelobten Land: Aus der Region Ostschweiz

Nicht alle Orange-Blöckler haben das Privileg in der wunderschönen Ostschweiz leben zu dürfen. Schon der allenthalben gern gehörte Dialekt zeugt von einer klaren schnörkellosen Frische, welche die Region auch im Übrigen auszeichnet. Darüber hinaus haben Burgunder und Turicer jeden dritten Mittwoch im Monat die Gelegenheit, sich am gemeinsamen Stamm zu treffen; zum fröhlichen Philosophieren, Diskutieren, zum Verbessern der Welt (wir wüssten wie’s geht) oder einfach zum Sein.

Wo der Stamm jeweils stattfindet, ist unterschiedlich: Im Sommer eher in einem netten Gartenlokal, im Winter ist das der Cerevisia AG gehörende Restaurant Papagei der bevorzugte Treffpunkt. Oft sieht man dieselben vertrauten Gesichter des Vormonats, manchmal aber findet ein lange nicht gesehener Verbindungsbruder den Weg an den Stamm. Eine schöne Überraschung und Sinnbild für das Wesen einer «Lebens-Verbindung»: Man kann - auch nach Jahren - aber man muss nicht!

Rubrik: Regionen

12. August 2024 von netzmeister Beitrag kommentieren

RIP Dugu (1931-2024)

 

Unser lieber AH Guido Künzli v/o Dugu ist am 1. August 2024 verstorben.

Die Beerdigung fand am 6. August 2024 in der Pfarrkirche von Stans statt.


  • RIP Dugu (1931-2024)

Nekrolog

Liebe Burgunder und Neu-Romanen

Bei vielen Freunden von Dugu aus der Kollegi-Zeit, der Neu-Romania und besonders aus der Burgundia werden nach dessen Hinschied Erinnerungen aus vergangenen Zeiten geweckt. Stans, Freiburg und Bern waren jene Stationen, die uns prägten. Während vieler Jahre und bis in die letzten Tage blieb diese Freundschaft wach.

Die Familie hat mir gestattet, ihr Gedenken nach Dugu`s Heimgang an all Jene weiter zu tragen, die diese lange Freundschaft pflegen durften. Wir trauern mit ihnen. Du warst uns ein guter Vater und Grossvater!

Geboren bist Du am 22. Dezember 1931, am Tag des Stanser Verkommnisses, in Langendorf bei Solothurn. Und jedes Jahr, wenn am 22. Dezember um sechs Uhr abends in Erinnerung an dieses historische Ereignis in Stans und im ganzen Kanton die Glocken aller Kirchen und Kapellen eine Viertelstunde lang läuten, hast Du mit einem Lachen im Gesicht verkündet: «Sie läuten für mich, weil ich Geburtstag habe!»

Du bist zusammen mit drei Schwestern und einem Bruder aufgewachsen. Deine Kindheit und Jugend waren von Entbehrungen geprägt. Früh hast Du, der Jüngste der Geschwister, zu Hause mitgeholfen und Verantwortung übernommen. Viel Zeit hast Du im Wald verbracht, Holz für den Winter gesammelt und gespalten und so für Wärme in Deiner Familie gesorgt. Mit 17 Jahren hast Du Deinen Vater verloren. Nach diesem Schicksalsschlag hast Du Dich um seine Bienenvölker gekümmert, warst Du für die Imkerei verantwortlich und hast mit dem Verkauf des Honigs einen bedeutenden Beitrag zum Familieneinkommen geleistet.

Nach der Primarschule und einem Jahr im Internat Guglera in Freiburg bist Du ins Kollegium St. Fidelis nach Stans gekommen. Dank guter Noten konntest Du gleich eine Klasse überspringen. Mit Deinen Klassenkameraden verband Dich eine lebenslange intensive Freundschaft. Stans, das war nicht nur der Ort, wo Du bei den Kapuzinern die Matura mit Bravour bestanden hast. Stans wurde in jenen Jahren zu Deinem Schicksalsort, denn in der Bäckerei Zimmermann, am Rathausplatz 3, lebte die schöne Bäckerstochter Gret, Deine grosse Liebe. 1959, an einem strahlenden Frühlingtag, habt ihr euch in der Kapuzinerkirche das Ja-Wort gegeben.

In Bern hast Du Dich für die Zahnmedizin entschieden. Nach dem Studienabschluss und der Heirat mit Gret bist Du ins Berner Oberland gezogen. Es folgten glückliche Jahre. Vier Kinder durften unter Deiner Obhut aufwachsen: Annegret, Regula, Felix und Daniel. Nach der Eröffnung einer eigenen Praxis in Brienz und dem Bau eines Hauses konntest Du Dich auch Deinen vielen Hobbys widmen, unter anderem dem Fischen, dem Pilze und Beeren sammeln und dem grossen Garten, den Du mit Gret gehegt und gepflegt hast.

Unsere Mutter Gret hat ihre Heimat Stans immer vermisst. So seid ihr nach Deinem 60. Geburtstag wieder nach Stans gezogen. Hier hast Du auf der Liegenschaft von Grets Elternhaus nochmals ein Haus gebaut. An der Stelle der «Holzhütte» entstand an der Mürg, in unmittelbarer Nachbarschaft des Theaters, euer neues Zuhause. Und im «Magazin», wo früher die Mehlsäcke gelagert worden sind, hast Du eine Schreinerei eingerichtet, antike Möbel restauriert und dazu Opern gehört. Du warst kulturell sehr interessiert und hast auch eine grosse Bildersammlung zusammengetragen. Nach einigen Jahren im neuen Haus an der Mürg haben Gret und Du dieses verlassen und seid in den 2. Stock eures alten Fruonz’schen Hauses am Rathausplatz umgezogen. Tagtäglich bist Du dort stundenlang auf der Veranda gesessen, hast gelesen, geraucht, den Vögeln zugeschaut, Gäste empfangen und von diesem Hochsitz aus das Kommen und Gehen auf dem Rathausplatz beobachtet. Wer Dich kannte und dort hinter den Fenstern sitzen sah, winkte zum Gruss, den Du noch so gerne erwidert hast.

Grets Tod im Jahre 2014 war ein tiefer und grosser Verlust, den Du nie verwunden hast. Dank der Fürsorge Deiner Tochter Regula, der Unterstützung von Klärli Burch, vielen anderen Helferinnen und der Spitex Nidwalden folgten zufriedene Jahre am Rathausplatz 3. Doch nochmals musstest Du einen grossen Verlust hinnehmen. Der frühe Tod von Regula im Oktober 2022 traf Dich hart.

Nach einem kurzen Spital-Aufenthalt Ende des letzten Jahres bist Du ins Pflegeheim gekommen. Du hast Deine Wohnung sehr vermisst, obwohl Du in der «Nägeligasse» gut betreut wurdest. Dort hast Du nun still und leise am Nachmittag des 1. August Deine letzte Reise angetreten.

Lieber Papi, lieber Grosspapi, Du hast unsere Zeit auf dieser Erde geprägt und verschönert. Wir vermissen Dich und werden Dich immer in unseren Herzen bewahren.

Voller Dank nehmen wir Abschied von einem grossartigen Menschen.

Eugen Ettlin v/o Mau-Mau

Rubrik: RIP

24. Juni 2024 von netzmeister Beitrag kommentieren

RIP Fasli (1930-2024)

 

Unser lieber AH Theo Fischer v/o Fasli ist am 14. Juni 2024 verstorben.

Für die Beisetzung treffen wir uns am 09.07.2024 um 09:15 Uhr auf dem
Friedhof Dägerstein, Sursee. Der Trauergottesdienst beginnt anschliessend
um 10:15 in der Pfarrkirche St. Georg in Sursee


  • RIP Fasli (1930-2024)

Nekrolog

Liebe Neu-Romanen
Liebe Burgunder
Werte Freunde von Theo Fischer v/o Fasli

Wenn ich heute meinen Paktikantenvater und Neu Romanen Dr. Theo Fischer v/o Fasli verabschieden und würdigen darf, denke ich vor allem an seine Grundsatztreue, seine Liebenswürdigkeit, seinen Humor und auch seine Schlagfertigkeit.

Meinen Rückblick gliedere ich in folgende Teile

  • Die Stationen seines beruflichen Werdeganges
  • Der Homo Politicus
  • Die Aktivitäten in den Verbindungen und im SchwStv

Theo Fischer als Mensch
Die Stationen seines beruflichen Werdeganges

Theo Fischer wurde am 15. Februar 1930 in Triengen, im Surental geboren. Er absolvierte dort die Primarschule und besuchte anschliessend die Kantonsschule in Sursee.

Nach kurzer Zeit wechselte er zu den Kapuzinern nach Stans. Nach bestandener, Matura Typ A zog es ihn nach Freiburg i. Ue. Dort studierte er Jurisprudenz und schloss dieses Studium innert nützlicher Frist mit Erfolg ab. Wie es damals üblich war, bildete er sich bei Gastsemestern in Bern (W/S 1954/55) und Paris weiter.

Im Jahre 1958 bestand er die Anwalts- und Notariatsprüfung und eröffnete in Sursee in einer Praxisgemeinschaft mit Dr. Peter Ehret im Jahre 1960 eine eigene Anwaltskanzlei.

Beim bekannten Immatrialgüterrechtler Professor Dr. Alois Troller dissertierte er und promovierte im Jahre 1961.

Der Titel seiner Dissertation lautet: "Schadenberechnung im gewerblichen Rechtsschutz, Urheberrecht und unlauteren Wettbewerb"( BGE 122 III 219 S 222 !).

Theo Fischer folgte auch dem Ruf des Vaterlandes. Nach Absolvierung der Rekrutenschule folgte die UO mit anschliessender OS. Er war ein legendärer Sicherheitsoffizier. Als Abschluss seiner Offizierskarriere trat als Major in das Platz Kdo 210 Sursee ein.

Bereits als junger Anwalt erwarb sich Theo Fischer in Sursee einen sehr guten Ruf und konnte diverse Wirtschaftsgrössen als Stammkunden von seinen Fähigkeiten überzeugen; seine Anwaltspraxis lief ausgezeichnet.

Er konnte beim grossen Konkurs der Firma Brun wie auch bei der Liquidation der Bank Brunner in leitender Funktion mitwirken.

Als versierter Wirtschaftsanwalt wurde er dann in wirtschaftlich turbulenten Zeiten bei der Luzerner Kantonalbank Verwaltungsratspräsident. Zusammen mit dem Direktionsvorsitzenden Karl Schmid und später mit dem CEO Fritz Studer sorgte er in der Folge dafür, dass unsere Luzerner Kantonalbank wieder in ruhigere und sichere Gewässer kam.

Während seiner ganzen Anwaltstätigkeit hat Theo Fischer viele Praktikantinnen und Praktikanten ausgebildet. Er hat den angehenden Anwältinnen und Anwälten seine rechtlichen Ideale nicht nur beigebracht, sondern auch vorgelebt. Ich hatte das Glück, einer seiner Praktikanten zu sein.

Fasli nahm zahlreiche Mandate in der Wirtschaft, in Verbänden und bei Organisationen wahr, unter anderem war er Präsident des Luzerner Anwaltsverbandes, der Sursee-Triengen Bahn sowie der kantonalen Denkmalpflege. Er wurde in den Bankrat der Schweizerischen Nationalbank berufen, war Präsident des Schweizerischen Kantonalbankverbandes und Mitglied der Kantonalen Gebäudeversicherung, um nur einige seiner Engagements zu nennen.

Fasli als homo politicus

Schon in jungen Jahren interessierte sich Theo Fischer für die Politik. Zusammen mit seinem Farbenbruder Hans-Peter Fischer v/o Last - dieser war damals bereits Grossrat - kandidierte er bei den Wahlen Ende der 60-iger Jahre. Beide scheiterten grossartig.

Last verärgerte die Bauern wegen seiner Initiative, dass auch Hofhunde im Kanton besteuert werden mussten. Statt zu resignieren sagten die beiden Freunde via ihren Chefsekretärinnen sämtliche Termine ab und unternahmen eine vierwöchige Amerikareise.

In den Jahren 1971 bis 1984 war er im Grossrat des Kantons Luzern. Die damalige CVP des Amtes Sursee portierte ihn dann als Nationalrat und beschrieb seine Fähigkeiten wie folgt:
Theo Fischer ist kein Hau-Ruck-Kandidat, der sich mit markigen Sprüchen in den Vordergrund schiebt; vielmehr ist er ein zäher, harter und ausdauernder Schaffer und Sachpolitiker mit Vorliebe für Detailarbeiten in den Kommissionen.

Bei den NR-Wahlen 1979 wurde Theo Fischer 1. Ersatzmann und rückte auf Josy Meier, welche Ständerätin wurde, in die grosse Kammer nach.

Sein Spruch: «Das ist das erste Mal, dass ich politisch von einer Frau profitierte.»

Im Nationalrat glänzte er nicht durch viele Vorstösse sondern als seriöser Arbeiter
im Parlament!

Seinen spektakulärsten Erfolg feierte er, als das Parlament entgegen dem Antrag des Bundesrates die Subventionen an Altersheime verlängerte und die Bundesbeiträge zu Gunsten der Sozialschulen guthiess.

Fasli und der STV

Fasli trat via der Struthonia Stans in den schweizerischen Studentenverein ein. In Freiburg entschied er sich im Jahre 1951 für seine Lebensverbindung, die Neu-Romania; er wurde im Sommersemester 1954 deren Senior.

Fasli nahm regelmässig am Wildfrass teil und besuchte auch immer die Kulturan-lässe der Neuromanen. Am Neuromanen Stamm im Lapin Luzern fehlte er selten.

Er freute sich, dort mit seinen Verbindungsbrüdern über Gott und die Welt zu disku-
tieren.

Obwohl organisiert, war es ihm leider nicht mehr gegönnt, am Neuen Stamm im Restaurant Wilder Mann zu erscheinen und mit seinen alten Freunden anzustossen.

Im Wintersemester 1954 zog es ihn nach Bern, wo er der Burgundia beitrat. Nach seinem Studium war er ein regelmässiger Besucher des Weihnachtskommerses.

Als ich wenige Tage vor seinem Tode mit Fasli im Wilden Mann den obligaten Apéro zelebrierte, erzählte er mir die Episode, welche sich bei der Beerdigung von Bundesrat Escher im Wallis abspielte:

Damals war ein Burgunder Vizepräsident der SBB und organisierte einen Extrazug für die Hin- und Rückfahrt. Als die Burgunder zur vereinbarten Rückfahrt erschienen, war kein Zug vorhanden. Der organisierende Vizepräsident verfügte dann offenbar Freibier und Gratisrückfahrt.

Am Folgetag konnten dann die Burgunder mit der Roten Mütze gratis zurückfahren.

Ein Grossteil der Couleuriker hat dann offenbar zu viel des feinen Saftes genossen: Fasli war unter ihnen!

Fasli war auch Altherr der Surlacia und der Berovia. Vor allem bei der Surlacia war er ein gern gesehener Gast. Als diese Verbindung für die Fahne ein Patenpaar suchte, stellten sich zwei STVer zur Verfügung. Fasli trat nobel zurück; seine Ehefrau Margrit Fischer-Willimann v/o Sufra sprang für ihn ein, Fasli bezahlte!

Fasli nahm regelmässig an der GV des SchwStV teil. Am Freitag und Samstag trug er den Neu Romanen Stürmer, am Sonntag die Burgundermütze.

Am Zentralfest Sursee im Jahre 1977 amtete Fasli als OKP.

Während des Jahres nahm Fasli bis ins hohe Alter regelmässig am Amtsverbandsstamm im Wilden Mann teil.

Fasli als Mensch

Bis in die 60-iger Jahre ist Theo Fischer ein überzeugter Junggeselle gewesen.

Im Zusammenhang mit der Einweihung des neuen Pfarreiheimes in Triengen stellte Theo Fischer mit Freunden ein Kabarrett auf die Beine, mit dabei war auch die damals 17-jährige Margrit Willimann, welche er bei dieser Gelegenheit kennen und schätzen lernte.

In der Folge wurde Margrit im Verlaufe der Jahre immer wieder von Theo zu Anlässen eingeladen. So richtig funkte es dann erst ab den 70-iger Jahren. Im Jahre 1975 heirateten sie. Mit seiner Ehefrau Margrit verfiel Theo Fischer einem richtigen Reisefieber; die ganze Welt wurde erkundet.

Fasli war ein lebensfroher, humorvoller und geselliger Mensch, immer positiv denkend. Er hat mit seiner grosszügigen Art den Mitmenschen und auch der Gesellschaft viel weitergegeben.

Dank seiner Verbindung zu seinem Doktorvater Alois Troller war er bereits mit 30 Jahren Gönner bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern. Jahrelang sah man ihn und Margit jeweils nach den Konzerten durch den Bahnhof Luzern eilen, damit sie nicht den Zug nach Sursee verpassten.

Fasli war auch ein belesener Mensch und nahm am gesellschaftlichen Leben regen Anteil. Bis ins hohe Alter war er ein guter Skifahrer und Golfer. Er konnte sehr gut kochen und war auch Mitglied der Chaîne des Rôtisseur Suisse.

Er liebte das Wasser, sei es auf dem Schiff, als Aktiver bei Regatten auf dem Sempachersee oder beim Schwimmen in seinem Pool.

Als es ihm gesundheitlich schlechter ging, jammerte er nicht über seine altersbedingten Zipperlein sondern versuchte daraus das Beste zu machen.

Als er auf Grund mehrerer Stürze im Frühling 2024 in das Pflegeheim musste, sprach er immer von seiner roten Ferienresidenz. Seinen Witz und seine Schlagfertigkeit behielt er bis zuletzt.

Lieber Fasli, du wirst uns fehlen. In unseren Herzen wirst du aber bleiben und wir werden dich in bester Erinnerung behalten.

Gehalten am 9. Juli 2024 von Josef Steiner v/o Chlöder (GV Berovia, AKV Neu-Romania, AV Semper Fidelis)

Rubrik: RIP

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