Ein variantenreicher Spargler 09
Am 21. Mai 2009 war es soweit: Auffahrt – Spargelbummel. Der Hohe Spargel-x Ritorno hatte für die Burgundia ein anspruchsvolles Programm mit Abschwächungsvarianten vorbereitet. Für die eisernen Programmteilnehmenden begann dasselbe um 07:34h auf Gleis 13 im Bahnhof Bern. Der Zug führte nach Kerzers, wo der Spargel-x mit einigen Quereinsteigern das Schönwetterprogramm startete.
Bummel Teil 1: Kerzers – Sugiez (6km), angenehm flach, im „Gemüsegarten der Schweiz“, bei bewölktem Himmel – noch nicht zu heiss, also eine angenehme Marschtemperatur, Füxe im Smalltalk mit Botschafter, Botschafter mit Frau gut drauf. Der Zeitplan war minutiös vorbereitet, doch wir waren fünf Minuten schneller. Nach eineinhalb Stunden gab es den Marschkaffe im Hôtel de la Gare (Hotel Bahnhof) in Sugiez. Aber bereits bei der Getränkeangabe gab es Varianten. Zwei Burgunder, die in Bern den Zug verpassten, stiessen hier zum harten Kern.
Bummel Teil 2: Sugiez – La Sauge (6 km) durch grüne Landschaften, unterhalb des Mont Vully, Gemüsefeldern, gestört von gestörten Velofahrern, am Broyekanal entlang, durch hohe schrilles Grass, in einer beruhigend aufregenden Landschaft, Motorboote mit B. Und wieder waren wir der Marschzeit voraus und diesmal mindestens eine Viertelstunde.
In der Auberge de la Sauge kam es dann zum Kerngeschäft des Tages, dem Spargelessen. Für eine angepasste finanzielle Gegenleistung gab’s Spargeln à discretion, die den Namen à discretion verdienten. Hier Variante: Schnipo minim aber mit einer Nachlieferung von ..po. Just zum Essen trafen der Hohe Senior mit dem am Vortag getauften Fuxen Keuch aus Neuenburg ein. Letzterer litt, ersterer hatte bereits ein ansehnliches morgendliches Aufräum- und Putztraining in seiner Wohnung hinter sich. Man will es offenbar so. Ebenfalls noch rechtzeitig stiessen weitere Spätzünder zur Burgunderfamilie. Aus Olten waren die treuen Spargelteilnehmer Chantal, Brätsch mit Manuel, Marco und Lukas angereist. Channa und Gschwind liessen sich chauffieren. Das Tandem Nitro-Tumult auf einem ebensolchen. Die Velofahrt von Ins war eigentlich als Therapie für Nitro gedacht, aber auch Tumult tat es gut. Ntro war nach dem Schnipo von der Müller-Jugend gebucht und seine Erfahrung aus der Jungwacht einbringen. Aber eigentlich genossen alle in der vollbesetzten Gartenwirtschaft die Spargel und man liess es sich gut gehen, einfach so.
Der Verdauungsteil war in Form einer Schifffahrt geplant und wurde so durchgeführt. 15:10h – 18:20h: La Sauge – Biel. Das gastronomische Bordpersonal hatte alle Hände voll zu tun und musste zweimal (Neuchâtel und Le Landeron) Nachschub beischaffen lassen. Die Freude war den Mitarbeiterinnen hinter der Theke sichtlich anzusehen. Aus dem Hinterteil des Boots hörte man schüchternen Studentengesang und die Ü50 schützten sich neben der Theke im Bootsinnern vor der brennenden Sonne. Dabei wurde seriös diskutiert, was den einen und die andere bewog, den Platz zu wechseln. Wieder andere (jüngere) hielten dem Palaver stand.
Der Schlussteil bildete die Fahrt von Biel nach Bern. Am Ziel angekommen, löste sich eine zufriedene Spargler-Schar auf, wenigstens zu Teil. Einige trafen sich noch im Eichhölzli zum Grillen, andere genossen eine Pizza in der Stadt, wozu sich auch Burgunder einfanden, die den super Spargler definitiv verpasst hatten.
Ritorno, herzlichen Dank. Auf an den Spargler 2010.
PS: Auch die Variante Schlechtwetter konnte sich sehen lassen. Bern – Ins – Albert Anker Haus – Erlach – Schifffahrt nach La Sauge und dann das Schönnwetterprogramm.
Benno G. Frey, Ehrenphilister der Burgundia
Bericht des Komitees
Eine kleine Schar bummelfreudiger Burgunder fand sich am Auffahrtstag frühmorgens in Kerzers ein. Nach und nach fanden weitere dazu, so dass wir beim Marschhalt in Sugiez bereits Mühe hatten, genügend schattige Plätze am grossen Tisch in der Gartenwirtschaft zu finden. Nach der Stärkung am Fusse des Mont Vully führte uns der Bummel entlang dem Broye-Kanal nach La Sauge, wo ein kühles Bier die Wanderstrapazen entlohnte.
Pünktlich auf das Essen gesellten sich weitere Burgunder zur Corona, zwei Aktive fuhren gar mit dem Tandem vor! Mit Applaus bedacht wurde der Senior, dessen Odyssee mit Zug und Schiff nach La Sauge länger dauerte als vermutet. Ins Schwitzen kam fortan einzig der Kellner, der einige Biere aufzutragen, auch wenn der Komment für einmal an zweiter Stelle stand. Zum Abschluss des gemütlichen Spargelbummels erwartete uns eine Schifffahrt über Neuenburg nach Biel. Bei bestem Wetter unterhielten wir die andern Passagiere mit Studentenliedern.
Für Gesprächsstoff sorgte neben vielen heiteren Themen auch die geringe Präsenz der Altherrenschaft. Gewiss würde der Anlass, wie er dieses Jahr und im Vorjahr über die Bühne ging, jedem Altherrn und seiner Familie gefallen. Der Spargel-x hat ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das Spargelmenü erhielt viel Lob. Während des ganzen Tages war die Stimmung sehr gemütlich, das Wetter trug das seinige bei.
Namens des Komitees ermutige ich alle Burgunder, nicht nur Weihnachtskommers und Junifahrt zu besuchen, sondern auch ab und zu an einem Anlass dazwischen vorbeizuschauen. Dass es sich lohnt, werden euch die Teilnehmer des Spargelbummels ausnahmslos gerne bestätigen!
P. Dängeli v/o Gourmetxxx

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